François Perrot wurde am 29. November 1921 in Straßburg geboren. Nach der Besetzung Nordfrankreichs schloss er sich der Résistance an. In Paris, wo er Politikwissenschaften studierte, wurde er im März 1943 aufgrund einer Denunziation verhaftet. Im September darauf wurde er nach Buchenwald deportiert. Von Oktober 1943 bis zur Evakuierung des Lagers war er zureingesetzt. Anfang April 1945 noch ins KZ Flossenbürg deportiert und auf den Todesmarsch in Richtung Dachau getrieben, erlebte er die Befreiung in Untertraubenbach.Nach seiner Rückkehr nach Frankreich arbeitete er als Beamter, unter anderem im Kommissariat für Atomenergie. Ab den 1980er Jahren übernahm er Funktionen in Überlebendenverbänden und anderen Gedenkinstitutionen wie der Fondation pour la mémoire de la Déportation. Für sein Engagement erhielt er die höchste französische Auszeichnung, die Légion d'Honneur.Im Jahr 2015 erschien sein autobiographisches Buch La Route de Romain de « Sciences Po » à Buchenwald mit seinen Erinnerungen zur Lagerhaft in Berlstedt und einem Bericht zu einer im Juli 2000.François Perrot ist am 13. Oktober 2016 in Paris verstorben.
Jardins du Luxembourg in Paris, 5. Mai 2011. François Perrot leitete die von Mémoire et Espoirs de la Résistance organisierte Gedenkfeier für die von den Nazis erschossenen studentischen Widerstandskämpfer.(Foto Marc Fineltin www.fondationresistance.org)
Er ist Offizier des Ordre national du Mérite und erhielt außerdem das Kriegskreuz und die Militärmedaille. Im Jahr 2006 wurde François Perrot zum Großoffizier der Ehrenlegion befördert.(www.estrepublicain.fr/edition-de-besancon/2015/09/20)